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Kontakt:
Michael Weber |
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Belege für die Evolution ( Abstammung )
Thema: Rudimentäre Organe, Atavismus und Biogenetische Grundregel

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Ein weiteres Thema der Biostunde ist Atavismus
(Rückschlag). Man spricht von Atavismus, wenn bei Organismen
unvermittelt wieder Merkmale auftreten, die im Laufe ihrer
Stammesgeschichte bereits verschwunden waren. Solche Ausbildungen
können durch Mutationen, durch Störungen in der Embryonalentwicklung
und unter Umständen durch Kreuzung nahe verwandter Arten bedingt sein.
Diese Rückschläge treten in der Pflanzen- und Tierwelt, sowie beidem
Menschen auf. Beispiele dafür sind, dass bei Neugeborenen manchmal
kleine Stummelschwänzchen auftreten oder manche Menschen ihr Ohr mit
einem besonderen Muskel selbstständig bewegen können. Das Auftreten
dieser Ausbildungen spricht dafür, dass entsprechende Gene in der
Erbausstattung des Organismus nochenthalten, aber entweder blockiert
sind oder zu einem falschen Zeitpunkt in der Ontogenese aktiv werden.
Alle diese Phänomene sind Beweise, dass eine Evolution der Organismen
stattgefunden hat.
Abb. links: Abgebildet ist der rechte Vorderfuß
eines Hauspferdes, der anstelle eines Griffelbeines (Rudiment eines
seitlichen Zehenstrahles) als Atavismus auf der einen Seite eine
wohlentwickelte Zehe mit einem kleinen Huf trägt. |

Weitere Hinweise der Abstammung
lassen sich anhand der Keimesentwicklung feststellen.
Biogenetische Grundregel: In der Keimesentwicklung (Ontogenie) werden
bestimmte Organisationszüge von Ahnenstadien aus der Stammesentwicklung
(Phylogenie) kurz rekapituliert (wiederholt).
Frühe Entwicklungsstadien von Wirbeltieren sind daher
einander in ihrer Gestalt sehr ähnlich. Sie legen sogar Kiemenbögen an.
Solche für die heute lebenden Arten unnützen embryonalen Strukturen
stellen einen „Umweg" in der Keimentwicklung dar. Der deutsche
Naturforscher und Embryologe Ernst Haeckel befasste sich leidenschaftlich
mit der Abstammung des Menschen vom Tier und stellte die biogenetische
Grundregel auf (1866-1869). Diese Regel besagt: Die Ontogenie ist die kurze
und schnelle Rekapitulation der Phylogenie. - oder - „Keimesgeschichte ist
ein Auszug der Stammesgeschichte " |
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Drei Entwicklungsstadien aus der
Embryonalentwicklung.
Die obere Reihe zeigt die auffallende Übereinstimmung in der Gestalt und
in der Anlage der Kiemenbögen
Quelle: Herder, Evolution, Günther Osche |


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