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Kontakt:
Michael Weber |
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Belege für die Evolution ( Abstammung )
Präzipitintest
Das Blut des Pferdes enthält gelöste
artspezifische Eiweiße. Injiziert man einem
Kaninchen Pferdeblut, so entwickelt das Kaninchen Antikörper gegen alle
Proteine im Pferdeblut, die vom Immunsystem des Kaninchens
als körperfremd identifiziert werden. Im Blut des Kaninchens werden nun
Antikörper gegen die fremden Eiweiße aus dem Pferdeblut,
d. h. gegen die Antigene, gebildet. Man kann dem Kaninchen anschließend
Blut entnehmen und das Serum mit den Antikörpern isolieren.
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Vermischt man das so gewonnene Serum ("Anti-Pferd"-Serum) im
Reagenzglas mit Pferdeblut, so verklumpt es, da die vom Kaninchen
zuvor gebildeten Antikörper
mit den Proteinen des Pferdeblutes reagieren und diese verklumpen
(agglutinieren). Die so erhaltene
Verklumpungsrate wird gleich 100% gesetzt (Eichung). Vermischt man anschließend das
"Anti-Pferd"-Serum z. B. mit dem Serum eines Zebras oder eines Esels im Reagenzglas, so erfolgt
auch eine Verklumpung, jedoch zu einem geringeren Prozentsatz. Nur die
Proteine werden ausgefällt, gegen die Antikörper im Serum vorhanden sind. Ist
die so entstandene Verklumpung (Ausfällungsgrad) relativ hoch (s.
Abb.), so kann wie folgt geschlossen werden: Je größer diese
Verklumpung ist, desto mehr gemeinsame Proteine von Pferd und
Zebra gibt es,
desto mehr gemeinsame Abschnitte auf der DNA des Pferdes und des Zebras müssen
vorhanden sein und auf eine desto engere stammesgeschichtliche
Verwandtschaft von Pferd und Zebra kann geschlossen. Analog
verfährt man mit anderen Testtieren, z. B. einem Esel (s. Abb.).
Die etwas geringe Verklumpung (s. Abb.) lässt auf eine etwas
entfernte
phylogenetische Verwandtschaft zwischen Pferd und Esel schließen.
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M. W. 2003 |