Lösung Teil 1
 | Gesamtkostenfunktion K mit K(x)=0,01x3-9x2+3000x+250000,
xkap=850. |
Die Gesamtkostenfunktion
K ordnet jeder Ausbringungsmenge
x die jeweiligen Kosten K(x) zu.
K ist eine ganzrationale Funktion 3. Grades mit dem
Definitionsbereich [0; 850].
Der Schnittpunkt des Graphen von K mit der Ordinate liegt bei (0;
250000). Dies
bedeutet, dass bei einer Produktionsmenge von 0 ME (hier: Maschinen) 250.000.- GE
(hier z.B. €) Fixkosten
anfallen; z. B. für die Miete der Fabrikhalle. Die fixen Kosten betragen also Kf=250.000
GE.
Subtrahiert man die fixen Kosten von den Gesamtkosten so erhält man
die variablen Gesamtkosten Kv, es gilt Kv(x)=0,01x3-9x2+3000x
.
Zu den variablen Kosten gehören z. B. die Materialkosten.
Der Graph von K ist s-förmig. Er ist streng monoton steigend
(Nachweis mit Hilfe des Monotoniekriteriums), d. h., mit zunehmender
Ausbringungsmenge (Produktionsmenge) nehmen auch die Gesamtkosten zu.

Im Wendepunkt von K ist die Steigung am geringsten.
Hier würde es sich also lohnen die Produktionsmenge zu erhöhen, denn die
Gesamtkosten steigen dabei nur unwesentlich. Der Wendepunkt kann mit Hilfe von
K'' und K''' berechnet werden.
Es gilt K'(x)=0,03x2-18x+3000, K''(x)=0,06x-18
und K'''(x)=0,06.
Hinreichend für das Vorliegen einer Wendestelle ist K''(xw)=0 und
K'''(xw) 0.
Es gilt 0,06xw-18=0 , d. h. xw=300 und K'''(xw)=0,06>0,
d. h., xw=300 ist eine Wendestelle von K. Wegen K(300)=610000 ist
W(300/610000) Wendepunkt von K.
 | Grenzkostenfunktion K' |
Unter Grenzkosten versteht man in der
Wirtschaftstheorie den Kostenzuwachs, der durch die Herstellung einer
zusätzlichen (math.: unendlich kleinen) Ausbringungsmenge entsteht. Die
Grenzkostenfunktion K' ist die 1. Ableitungsfunktion der Gesamtkostenfunktion K;
sie besitzt die Gleichung K'(x)=0,03x2-18x+3000. Das Minimum der
Grenzkostenfunktion K'
befindet sich an der Wendestelle von K, also bei 300 ME. An der Wendestelle von
K sind die Grenzkosten minimal.
 | Funktion der variablen Durchschnittskosten
(Stückkostenfunktion) kv |
Die variablen Stückkosten berechnet man, indem man die
variablen Gesamtkosten durch die Anzahl der produzierten Maschinen dividiert; also ,
x 0.
Also: kv(x)=0,01x2-9x+3000.
Bei welcher Produktionsmenge sind die variablen Stückkosten am geringsten?
Hierzu ist das Minimum von kv zu bestimmen.
Es gilt kv'(x)=0,02x-9 und kv''(x)=0,02.
Hinreichend für das Vorliegen eines Minimums von kv
ist kv'(xmin)=0 und kv''(xmin)>0.
Diese Bedingungen werden von xmin=450
erfüllt. Diese Menge bezeichnet man als Betriebsminimum.
Die variablen
Stückkosten betragen im Betriebsminimum kv(450)=975.
Würde man
975.-GE als
Preis für eine Maschine verlangen, so würden bei einer Ausbringungsmenge von
450 Maschinen gerade noch die variablen
Stückkosten gedeckt werden, nicht aber die Fixkosten. Dies kann sich ein
Betrieb nur kurzfristig leisten.
Man bezeichnet kv(xmin)
als kurzfristige Preisuntergrenze puk.
 | Stückkostenfunktion k |
Die Stückkosten berechnet man, indem man die
Gesamtkosten durch die Anzahl der produzierten Maschinen dividiert; also ,
x 0.
Also: k(x)=0,01x2-9x+3000+ .
Bei welcher Produktionsmenge sind die Stückkosten am
geringsten?
Hierzu ist das Minimum von k zu bestimmen.
Es gilt k'(x)=0,02x-9 -
und k''(x)=0,02+ .
Hinreichend für das Vorliegen eines Minimums von k ist
k'(xopt)=0 und k''(xopt)>0.
Es gilt:
0,02xopt - 9 -
=0 | *xopt2 ,
xopt 0
0,02xopt3 - 9xopt2
- 250000=0
|: 0,02
xopt3 - 450xopt2 -
12500000=0
Mit Hilfe des Newton-Verfahrens oder eines netten
kleinen Rechenprogramms erhält man xopt=500 als Lösung obiger
Gleichung und es gilt k''(500)>0.
Diesen Wert bezeichnet man als Betriebsoptimum.
Die Stückkosten betragen im Betriebsoptimum k(500)=1500.
Würde man
1500.-GE als
Preis für eine Maschine verlangen, so würden alle Stückkosten bei einer
Ausbringungsmenge von 500 Maschinen gedeckt werden. Dies kann sich ein
Betrieb längerfristig leisten.
Man bezeichnet k(xopt)
als langfristige Preisuntergrenze pul.
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