Lernen
Klassische Konditionierung

Das graue Körbchen wird jeweils für einige Minuten in das Aquarium gehangen
und anschließend wieder entfernt, am 2. bis 5. Tag mit Futter.
Unter Lernen versteht man die Änderung von
Verhalten aufgrund gemachter Erfahrungen.
Die Lernart bezeichnet man als klassische
Konditionierung.
 | Nullphase: 1.Tag: leeres graues Körbchen (
neutraler Reiz); Folge: keine Reaktion; |
 | Lernphase: 2.–
5.Tag: graues Körbchen ( neutraler Reiz) +
Futter ( unbedingter Reiz,SR);
Folge: Hinschwimmen ( unbedingte Reaktion); |
 | Kannphase: leeres
Körbchen ( bedingter Reiz);
Folge: Hinschwimmen( bedingte Reaktion). |
Ein ursprünglich neutraler
Reiz wird zum reaktionsauslösenden Reiz
(bedingter Reiz).
Beide Reize ( neutraler und unbedingter Reiz) müssen
gleichzeitig geboten werden. Prinzip der
Kontiguität: Wenn ein neutraler und unbedingter Reiz fast gleichzeitig geboten werden,
dann kommt es im ZNS zu einer Verknüpfung von Nervenfasern.
Extinktion: Der erlernte Reiz wird wieder zu einem neutralen Reiz, wenn er
wiederholt
ohne den ursprünglichen auslösenden (unbedingten) Reiz geboten wird.

Der Pawlowsche Versuch zum Speichelflussreflex des Hundes
| Die Lernform der klassischen Konditionierung wurde vom
russischen Physiologen Pawlow untersucht. Berühmt wurden seine
Untersuchungen an Hunden, bei denen es um dressurbedingten Speichelfluss
ging. Nimmt ein Hund Futter auf. führt dies zur Speichelsekretion.
Hierbei handelt es sich um einen Reflex. Den Speichelfluss kann man im
Experiment messen, in dem man den Ohrspeicheldrüsengang nach außen
verlegt. |

Abb. Pawlowscher Versuch zum Speichelflussreflex des Hundes |

Funktionsschaltbild während des
Lernvorgangs


Claudia Adrian, Dez. 2000, etwas verändert
M. W.
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