|

|
|
|
Kontakt:
Michael Weber |
| |
Die Eirollbewegung der Graugans
Rollt einer brütenden Graugans ein Ei aus dem Nest oder
legt man es im Experiment außerhalb des Nestes ab, so rollt sie es mit
einer typischen Bewegung ins Nest zurück (s. Abb. unten). Sie macht den Hals lang, greift
mit dem Schnabel über das Ei hinweg und rollt es mit der Unterseite des
Schnabels durch Krümmung des Halses zum Nest zurück. Damit ihr das Ei
seitlich nicht entgleitet, führt sie neben dieser Rückrollbewegung des
Halses auch seitliche Balancierbewegungen des Schnabels durch. Entfernt man das Ei gleich nach dem Anlaufen der
Eirollbewegung, dann verhält sich die Gans trotzdem so, als würde sie das
Ei weiter zum Nest rollen. Die seitlich-pendelnden Balancierbewegungen
unterbleiben jedoch. |

Abb.: Graugänse (Bild: M. Weber) |
|

Abb.: Eirollbewegung
|

|
Bearbeitung der Aufgaben

 |
Charakterisierung: Instinkthandlung:
• läuft nur in Anwesenheit von Außenreizen ab;
• variable, situationsabhängige Phase;
• tritt sowohl vor der Erbkoordination als auch gleichzeitig zu
ihr auf;
•dient der Einstellung des Tieres zum Reiz.
• läuft -einmal ausgelöst- auch ohne Außenreize ab; (nach
Konrad Lorenz: Folge von Bewegungen, deren
Koordination vom ZNS ohne Mitwirkung von Rezeptoren gesteuert
wird);
• formkonstante Phase;
• erblich festgelegt; artspezifisch.
|


Helen und Theresa |