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Kontakt:
Michael Weber |
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Belege für die Evolution ( Abstammung )
Homologien
Hypothese: Mensch und
Schildkröte stammen von einem gemeinsamen Urahnen ab.
Um die gemeinsame Abstammung verschiedener Lebewesen
nachzuweisen, gibt es unterschiedliche Vorgehensmethoden:
1. Es wird ein gemeinsamer Ahn als Fossil aufgesucht (hier nur eine theoretische
Möglichkeit);
2. der Bau von rezenten (heute lebenden) Arten wird verglichen. Es kommt zur
Untersuchung von Ähnlichkeiten (z. B. des Baues der Vorderextremitäten
(Arme)). Erkennt man "gleiche" Knochen, kann man davon ausgehen, dass
dies auf Vererbung beruht; der gemeinsame Urahn also Erbinformationen besessen
haben muss, die jetzt in den beiden Arten immer noch ausgedrückt wird. Teile
dieser Erbinformation haben sich jedoch im Laufe der Evolution so verändert,
dass zwei verschiedene Arten mit vielen Unterschieden entstanden sind. Der
Vergleich der Vorderextremität der Wasserschildkröte mit der Vorderextremität
des Menschen ergab, dass der Mensch und die Schildkröte trotz unterschiedlicher
Ausgestaltung stets die gleichen Baueinheiten besitzen, man erkennt nämlich
Oberarmknochen, zwei Unterarmknochen, Handwurzelknochen, Mittelhandknochen und
Fingerknochen, obwohl diese sehr unterschiedlich aussehen und teilweise auch in
der Anzahl nicht übereinstimmen.
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Mensch
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Schildkröte
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Oberarmknochen
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schmal,
lang
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breit,
kurz
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Elle
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schmal,
lang
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kurz und
etwas breiter
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Speiche
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lang
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kurz
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Handwurzelknochen
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kleiner,
Anzahl: 8
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größer,
Anzahl: 10
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Mittelhandknochen
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schmal,
Anzahl: 5
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etwas
breiter, Anzahl: 5
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Fingerknochen
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schmaler,
kürzer, Anzahl: 5
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breiter, länger
Anzahl: 5
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Das Ergebnis des Vergleichs:
Die Form und teilweise auch die Anzahl der Knochen (z.B.
Handwurzelknochen) sind unterschiedlich. Jedoch ist die Lage (Reihenfolge) der
Knochen im Gefügesystem gleich (ähnlich) und daher kann man sie auch
identifizieren.
Auswertung des Ergebnisses:
Da die Lage der Knochen im Gefügesystem gleich ist, kann man
von einem gemeinsamen Ahnen ausgehen. Man nennt so etwas Homologie, weil
homologe Organe vorliegen. Definition von homolog:
Merkmale bzw. auch Organe, deren Ähnlichkeiten auf einer
gemeinsamen Erbinformation beruht, nennt man homolog. Homologien weisen auf
stammesgeschichtliche Verwandtschaft hin.
Homologiekriterium der Lage:
Organe sind homolog, wenn sie die gleiche Lage in einem vergleichbaren Gefügesystem
einnehmen.
Vergleich weiterer Vorderextremitäten (Vordergliedmaßen)
verschiedener Wirbeltiere (Delphin, Pinguin, Taube und Maulwurf) :
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Hierbei sind die Vorderextremitäten ebenso homolog und somit
ist das Homologiekriterium der Lage erfüllt. Die Anzahl der Knochen ist
jedoch teilweise verschieden, da z.B. der Delphin sechs Handwurzelknochen und
der Pinguin nur drei Handwurzelknochen besitzt, die dicht beieinander liegen.
Außerdem besitzt der Delphin vier Mittelhandknochen und der Pinguin nur
einen. Der Delphin hat vier Fingerknochen und der Pinguin besitzt zwei. Die
Form der Knochen ist auch unterschiedlich, weil z. B. der Oberarmknochen der
Taube viel länger und schmaler als beim Maulwurf ist. Ein weiteres Beispiel
ist, dass die Elle und Speiche beim Maulwurf breiter und kürzer als bei der
Taube ist.

Janina P. u. Nicole K., März 2001
Das Homologiekriterium der
Kontinuität
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Vergleich: Eohippus und Equus |
Zu Beginn der Stunde wollten wir die
Homologie zwischen Eohippus und Equus (das heutige Pferd)
nachzuweisen. Zu diesem Zweck versuchten wir zuerst Vergleiche zwischen
den beiden Tieren zu ziehen. Dabei konzentrierten wir uns auf die
Vorderfußskelette. Dieses schlug jedoch zuerst fehl. Das Homologiekriterium
der Lage war hier nicht anwendbar. |
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Durch Betrachtung weiterer fossiler Vorderfußskelette,
konnten wir Eohippus und Equus schließlich doch noch homologisieren,
indem wir die einzelnen Zwischenformen miteinander homologisierten.
Somit mussten auch Eohippus und Equus miteinander verwandt sein. |
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Merke: Selbst unähnliche Organe sind homolog, wenn sie sich durch
Zwischenformen, für die jeweils untereinander das Homologiekriterium der Lage
gilt, verbinden lassen. Dies wird als Homologiekriterium der Kontinuität
bezeichnet.
Homologiekriterium der Qualität
In diesem
Zusammenhang besprachen wir auch noch das Homologiekriterium der Qualität.
Es lautet: Komplex gebaute
Organe sind dann homolog, wenn sie in zahlreichen Einzelheiten des Baues übereinstimmen.
Beispiel: Aufbau von Haifischschuppe und Wirbeltierzahn.


Alexander N., 2001
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