|

|
|
|
Kontakt:
Michael Weber |
| |
Darwins Evolutionstheorie

Charles Robert Darwin (1809-1882) ist der Begründer
der modernen Evolutionstheorie. Nachdem er das Studium der Medizin
begonnen hatte, welches er nicht abschloss, studierte er Theologie.
1831-l 836 bekam Darwin ein Angebot von der Universität auf eine
Weltreise zu gehen. Seine Naturbeobachtungen auf dieser Reise waren
unermüdlich. Im Jahre 1859 veröffentlichte Darwin sein Buch, in dem er
den Gedanken einer Abstammung der heutigen Lebewesen von früheren
einfachen Formen beschrieb und gleichzeitig eine einleuchtende
Darstellung der Ursachen für die Evolution der Organismen gab. Zu
dieser Ursachenerklärung gelangte Darwin über die Beobachtung, dass
bei der Tierzüchtung eine Auswahl (Selektion) durch den Züchter
erfolgt; dieser liest solche Formen aus, deren Eigenschaften ihm
besonders zusagen. Darwin erkannte die Züchtung als ein Modell der
Evolutionslehre. Er erkannte, dass nicht alles von Gott geschaffen wurde
(Schöpfungstheorie).
Charles Robert Darwin entdeckte die
einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Galapagos-Inseln; schon
1845 kam er zu der Ansicht, dass alle dort anzutreffende
Finkenarten aus einer Stammart entstanden seien. In seinem Buch
führte er die Finken allerdings nicht an, weil ihm die Daten zu
lückenhaft waren.*
Damit auf den Galapagos-Inseln Pflanzen wachsen können, müssen
Samen dorthin gelangt sein, die für gewisse Zeit Salzwasser
vertragen. Vor langer Zeit müssen wenige Finken auf die Insel
gekommen sein und Junge bekommen haben. Die Nachkommen waren
untereinander immer etwas unterschiedlich. |
 |
Es gibt zwei Möglichkeiten den Kampf ums Dasein zu
verringern erkennt Darwin.
1. Auswanderung in die Gebiete, wo die gleiche Art noch nicht vorkommt.
2. Das Erschließen anderer Nahrung.
In dem Wettbewerb oder -Kampf ums Dasein (struggle for life) überleben
die am besten an ihre Umwelt angepassten Individuen (survival of the
fittest = Überleben der Tauglichsten ). Dieser Begriff wurde oft
missverstanden. Besonders tauglich im Sinne der Evolutionstheorie ist
nicht der Stärkste, sondern dasjenige Individuum, das die höchste
Anzahl von Nachkommen hat, die ihrerseits wieder zur
Fortpflanzung gelangen.
Da fortgesetzt neue Mutationen entstehen, müsste die
genetische Variabilität einer Population fortlaufend zunehmen. Dies ist
nicht der Fall, da die Selektion (=natürliche Auslese durch die Umwelt)
wirkt. In den meisten Populationen werden viel mehr Nachkommen erzeugt,
als in ihrem Lebensraum überleben können. Viele Individuen jeder
Generation gehen daher zugrunde, ehe sie zur Fortpflanzung gelangen,
andere haben eine sehr geringe Nachkommenzahl. Dadurch erfolgt die
Selektion; die Häufigkeiten der Allele vieler Gene verändern sich und
die Individuen leisten zum Genpool der folgenden Generation einen
unterschiedlichen Beitrag. Diesen nennt man die reproduktive Fitness
(kurz Fitness oder Tauglichkeit oder Adaptionswert genannt).
|
Start: Viele verschiedene Tiere
Der Züchter setzt ein Zuchtziel fest und wählt geeignete
Tiere zur Fortpflanzung aus (Künstliche Auslese (Selektion));
Vererbung der Anlagen für die gewünschten Merkmale; Anzahl
der Tiere mit passenden Merkmalen nimmt in der Regel in der
nächsten Generation zu.
|
Start: Viele verschiedene (variable ) Individuen;
Übervermehrung von Nachkommen; Nahrung und Lebensraum sind aber
begrenzt vorhanden.
Konkurrenz der Individuen (Kampf ums Dasein ), die am besten
angepassten Individuen überleben und pflanzen sich bevorzugt fort
(Natürliche Auslese (Selektion));
Vererbung der Erbanlagen (Gene) für die günstigen Eigenschaften.
in der nächsten Generation sind Individuen mit vorteilhaften
Eigenschaften häufiger vertreten; usw.
|
* Bem. v. M. W.: Darwin erkannte auf den
Galapagos-Inseln noch nicht die Bedeutung der vielen Finkenarten, so
machte er sich auch keine Notizen über den Fundort der einzelnen Finken
seiner Sammlung. Erst viel später trug er die Fundorte anhand der
Sammlungen und Notizen seiner Mitreisenden zusammen. Quelle: Quammen,
David 1996: Der Gesang des Dodo. Wer dieses Buch gelesen hat, der hat
Evolution verstanden; ein sehr unterhaltsames, spannendes und
lehrreiches Buch. Schocken Sie Ihre Eltern, lesen Sie ein Buch!


Marina R. u. Nina J., März 2001
|
|