Allgemeine Erläuterung zum Funktionsschaltbild:
Der Reiz trifft auf die Rezeptoren des Tieres, d. h. die
Sinnesorgane. Von dort wird dann die Reizinformation, oft über
Nervenbahnen, weitergeleitet, zum Koinzidenzelement Das sogenannte
Koinzidenzelement hat man sich folgendermaßen vorzustellen: Es ist eine Art
Verrechnungspunkt, in dem das Signal des inneren Antriebs auf das Signal des
Reizes trifft. Wenn diese beiden Signale gleichzeitig im Koinzidenzelement
aufeinandertreffen, und stark genug sind, führt es zu einer
Instinkthandlung. Eine Instinkthandlung setzt sich zusammen aus der
Orientierungsbewegung und der Instinktbewegung (s. oben), diese IH wird von
den Effektoren des Tieres ausgeführt, wobei fast alle Effektoren Muskeln
sind, ferner sind Drüsen Effektoren. Der innere Antrieb sendet um so mehr
Signale aus, desto stärker er erregt ist. Ebenso gilt, dass die Signale des
Rezeptors häufiger werden, je stärker der Reizwert ist.
Das Schaubild bezogen auf die Libellenlarve:
Der Reiz (der Wurm) trifft auf die Rezeptoren der
Libellenlarve. Meist herrscht gleichzeitig eine Fressbereitschaft als
innerer Antrieb vor. Die beiden Informationen werden über die Nervenbahnen
zum Koinzidenzelement geleitet, wo sie dann verrechnet werden. Ist das
Ergebnis stark genug, entsteht eine Instinkthandlung, die durch die
Effektoren (hier vor allem die Muskulatur der Fangmaske) ausgeführt wird.


Katherina N. u. Helena M.R., verändert von M. W.