Analogien
Beispiel: Beine von Känguru und Heuschrecke

Die Beine von Känguru und
Heuschrecke sind äußerlich ähnlich, aber nicht homolog. Die Gefügesysteme sind nicht
vergleichbar, da die Heuschrecke ein Außenskelett
aus Chitin besitzt und das Känguru ein
Innenskelett aus Knochen.
Die Ähnlichkeit der beiden Beine beruht auf der
gleichen Funktion, denn sie dienen beide als Sprungbeine; man bezeichnet solche
Funktionsähnlichkeiten als analoge Organe oder als Analogien. Solche
Ähnlichkeiten entstehen im Laufe der Evolution
durch Anpassung an gleiche Anforderungen des
Lebensraumes.
Man spricht von konvergenter
Evolution oder Konvergenz; das Ergebnis der
Konvergenz sind Analogien. Die Ähnlichkeiten
beruhen nicht auf stammesgeschichtlicher
Verwandtschaft, gleichwohl sind sie ein guter
Beleg für die Evolutionstheorie.
Die Vorderextremitäten von
Delphin und Pinguin sind homolog, denn beide Tiere
sind Wirbeltiere und stammen demnach von einem
gemeinsamen Urahnen, der bereits eine
Wirbeltiervorderextremität besaß, ab.
Die Flossen von Delphin und
Pinguin (s. o.) sind analog; es sind unabhängig erworbene
Anpassungen an das Wasserleben; der Urahn besaß
keine zu diesen Flossen homologe Flosse. Organe, die sowohl homolog als
auch analog sind, bezeichnet man als homoiolog.


Nicole A., M. W.
März 2003